Psychodrama

Zerka Moreno

The Journey: A Review of Intimate Relations through Role Reversal
(Live-Demonstration)

(Evolution of Psychotherapy, Phoenix, Arizona, 1985)

Eine wichtige Vorgehensweise in der Psychodrama-Therapie ist der Rollentausch, das Einnehmen und Erleben der Rolle eines anderen Familienmitgliedes oder eines anderen wichtigen Objektes einer Person. Der Rollentausch hilft die Wahrnehmungen und Körpergefühle eines anderen intensiv zu erleben. Der Therapeut erhält dadurch mehr Informationen über die Klienten, wenn er oder sie eine andere Rolle einnimmt. In dem Demonstrationsgespräch arbeitet Zerka Moreno mit einer 25jährigen verheirateten Klientin, die ihren weit entfernt wohnenden Vater sehr vermißt. Frau Moreno läßt die Klientin in die Rolle des Vaters schlüpfen und befragt den Vater so über seine Tochter.

Anschließend wählt die Klientin einen Workshop-Teilnehmer aus dem Publikum, der den Platz des Vaters auf dem Stuhl einnimmt. Im folgenden Dialog kann die Klientin ihrem Vater erstmalig mitteilen, wie sehr sie die Anerkennung ihrer starken Seite vermißt hat.
Bestell-Nr. VT 459, 1985, 1995, Englisch,
ca. 60 Min.,
40,- €

Lewis Yablonsky

Live Demonstration of Psychodrama with the Group Present (1 Demonstration)

Zu Beginn berichtet Lewis Yablonsky von seinen ersten faszinierenden Erlebnissen mit J. L. Moreno im Jahre 1949 in New York, als Gruppentherapie von den Psychoanalytikern noch als verrückt angesehen wurde. Schnell schlägt er vor, mit einigen Workshop-Teilnehmern ein Soziodrama zu spielen, bei dem drei Charaktere mitwirken, von denen jeder einen großen Einfluß auf jeden von uns hatte: Sigmund Freund, J. L. Moreno und Adolf Hitler. Jeder der drei TeilnehmerInnen findet sich dann schnell in seine Rolle, und es entspinnt sich eine lebhafte und teilweise laute Diskussion, die auch die Hilflosigkeit gegenüber autoritären und faschistischen Denkweisen verdeutlicht. In dem Soziodrama erhält jede/r Rollenspielteilnehmer einen Doppelgänger, der ihn oder sie in der Rolle unterstützt. Das Rollenspiel und die Nachbesprechung entwickeln sich durch persönlich vom Nationalsozialismus betroffene Teilnehmer des Workshops zu einer bewegenden Auseinandersetzung mit dem Faschismus. Hier wird auch deutlich, daß politische und soziale Themen fundamental wichtig sind für Therapie. Soziodrama kann hier als Mittel angesehen werden, mit wichtigen massenpsychologischen Phänomenen wie Faschismus oder den Tod einer wichtigen Person des öffentlichen Lebens umzugehen. Die sich anschließende Diskussion mit allen Workshop-Teilnehmern verdeutlicht, welche Betroffenheit das gespielte Soziodrama bei allen ausgelöst hat. Ein sehr bewegendes Band, das zum Nachdenken anregt.
Bestell-Nr. VT 530, Wien 1996, Englisch,
ca. 127 Min.,
49,- €

Lewis Yablonsky

The Basic Elements of Moreno´s Psychodrama and Their Therapeutic Value (Vortrag)

Lewis Yablonsky beschreibt in diesem Vortrag zunächst sehr persönlich seine Erfahrungen als Schüler vom Prof. J. L. Moreno in New York, wo er nicht nur eine neue Technik, sondern auch eine neue Art des Seins erfuhr. Sehr humorvoll und mit vielen Geschichten aus der eigenen Praxis und mit privaten Erlebnissen beschreibt er die wesentlichen Grundlagen des Psychodramas nach J. L. Moreno: Die Gruppe, der Protagonist, der sein Problem präsentiert, das Hilfs-Ego und weitere Rollenspielteilnehmer, die in den Konfliktsituationen agieren. Psychodrama hilft so nicht nur dem Protagonisten, sondern allen Gruppenmitgliedern. Anschließend erläutert Yablonsky die wichtigsten Techniken des Psychodramas wie Rollentausch und Doppelgänger sowie die möglichen Ziele der Therapie.
Bestell-Nr. VT 563, Wien 1996, Englisch oder Deutsch simultan,
ca. 42 Minuten
26,- €

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